Bevor der Pilot Noah ST und das Sitzgurtzeug Libra ST mit den Schrauben endgültig miteinander verbunden werden, werden die Kabel und Leitungen vom Regler durch die Öffnung im Sitzgurtzeug und anschließend durch die Öffnung im Rücken des Anzugs geführt. Dabei kontrolliere ich auch noch einmal, ob der Titanbügel wirklich mittig sitzt.
Jetzt liegen alle Leitungen im vorderen Bereich des Piloten. Dazu gehören die Kabel der vier Servos, das Servokabel sowie die Telemetrie- und Akkuleitung vom Regler inklusive Verlängerung. Anschließend werden Empfänger und, wenn vorhanden, das Vario miteinander verbunden und an der Rückwand mit Klettband befestigt. Die Elektronik sitzt dabei unterhalb der Kopfhalterung



YGE Regler programmieren
Die Programmierung des YGE Regler erfolgt mit einem YGE USB Adapter. Zuerst wird eine Erstinbetriebnahme des Reglers laut der Anleitung durchgeführt. Hier werden über die Fernbedienung der Knüppelweg und der Mode eingestellt. Danach verbindet man sich über die Software mit dem USB Adapter und stellt, den Akkuschutz, die Unterspannungsgrenze, die BEC Spannung, das Anlaufverhalten, die Gasreaktion, das Autotiming, das Bremsverhalten und die Telemtrie ein.


Die beiden Antennen werden, wie auf den Bildern zu sehen, seitlich und am Rückenteil befestigt. Ich habe sie dabei ungefähr im 90 Grad Winkel zueinander angeordnet.
So ist die Elektronik schon einmal verstaut und die Verkabelung vorbereitet. Jetzt schalte ich den Piloten ein. Zuerst setze ich die Servohörner für den Beschleuniger und die vorbereiteten Arme auf die Servos. Danach stelle ich die Servowege ein und prüfe, ob alles richtig funktioniert.


Als Nächstes werden die Tragegurte befestigt – in diesem Fall die von meinem Phasor 2.3. Die Bremsleinen führe ich durch die Low-Friction-Ringe und befestige sie anschließend an den Armen. Für die Einstellung der Bremsleinen kommt die Smart Stop Control zum Einsatz. Durch die Stopper-Kugel lässt sich die Länge der Leinen schnell und einfach einstellen. Die eingenähten Markierungen helfen dabei, die Arme später für die verschiedenen Flugphasen genau einzustellen.
Damit ist auch dieser Teil erledigt und Noah ist schon fast bereit für seinen ersten Einsatz. Jetzt werden die Klappluftschrauben montiert und die Drehrichtung kontrolliert, die Akkus in das Akkufach gesteckt und mit den blauen Klettbänder befestigt. Das zusätzliche Gewicht passe ich an den verwendeten Gleitschirm an und nehme entsprechend Gewicht aus dem Sitzgurtzeug für meinen Gleitschirm heraus.
Mein Pilot ist jetzt ready to fly. Jetzt heißt es nur noch auf passende Bedingungen warten.




Das Wetter sah am Anfang noch nicht besonders gut aus, aber kurze Zeit später kam tatsächlich die Sonne heraus. Also nichts wie los, die Bedingungen passten und ich konnte meinen ersten Start mit Noah ST machen. Ein richtig schöner Moment nach dem ganzen Aufbau.
Mein Erstflug mit Noah ST einfach herrlich! Noah ST durfte zum ersten Mal in die Luft!
Der Noah ST fliegt ruhig und ist bei gerade einmal ca. 20 % Gas erstaunlich leise. Geflogen bin ich bei schwachem Wind um die 10 km/h mit leichten Böen, einem 4S 5000 mAh Akku und einem Abfluggewicht von 3,6 kg. Bei einem ruhigen Flugstil nah über dem Boden, vor allem zu Kontrollzwecken, aber auch um das schöne Flugbild zu genießen und meist mit leichtem Motoreinsatz lag die Flugzeit bei 30 Minuten, und danach waren immer noch etwa 20 % Akkureserve vorhanden.
Es hat einfach richtig Spaß gemacht, den Noah zum ersten Mal zu fliegen. Ein tolles Gefühl, wenn aus den wenigen Stunden Aufbau und den ganzen kleinen Details am Ende ein richtig schöner Flug wird.







