Bei den GPS-Triangle-Weltmeisterschaften in Oschatz auf dem Fliegerclub Oschatz e.V.. war es faszinierend zu sehen, mit welcher Präzision und Geschwindigkeit die Piloten ihre bis zu sieben Meter spannenden Segelflugmodelle über den Dreieckskurs steuerten.
Teilnehmer aus zehn Nationen sorgten für ein hochklassiges internationales Starterfeld und zeigten eindrucksvoll, was in dieser anspruchsvollen Modellflugdisziplin möglich ist. Besonders gefreut hat mich, dort auch Philip Kolb und sein Team zu treffen. Der persönliche Austausch mit ihnen war ein echtes Highlight und hat den Besuch perfekt abgerundet.
















Was ist GPS Triangle fliegen?
GPS-Triangle-Fliegen ist ein Wettbewerbsformat im RC-Gleitschirm- und RC-Segelflugbereich, bei dem nicht Kunstflug oder Thermik im Vordergrund stehen, sondern präzises und schnelles Fliegen eines festgelegten Dreieckskurses.
So funktioniert es:
Ein virtueller Dreieckskurs wird mithilfe von GPS-Koordinaten in der Luft definiert. Das Modell trägt einen GPS-Logger oder GPS-Sender, der die Flugbahn permanent aufzeichnet. Der Pilot muss das Dreieck möglichst exakt umrunden und dabei eine vorgegebene Anzahl an Runden fliegen. Entscheidend sind: möglichst hohe Geschwindigkeit, präzises Einhalten der Wendepunkte und saubere Linien ohne unnötige Umwege.
Die Herausforderung
Anders als beim klassischen Segelflug fliegt man nicht einfach “auf Sicht” um Pylonen. Die Wendepunkte sind nur virtuell vorhanden. Der Pilot muss daher ständig: seine Position einschätzen, Wind und Thermik berücksichtigen, den optimalen Kurs wählen und das Modell mit hoher Geschwindigkeit exakt auf Linie halten. Schon wenige Meter Abweichung können Zeit kosten oder dazu führen, dass ein Wendepunkt nicht korrekt erfasst wird.
Die Modelle
Bei Weltmeisterschaften kommen meist Hochleistungssegler mit Spannweiten von etwa 4 bis 7 Metern zum Einsatz. Diese erreichen je nach Modell und Bedingungen Geschwindigkeiten von deutlich über 150 km/h und müssen dennoch millimetergenau gesteuert werden.
Warum ist das so faszinierend?
Für Zuschauer wirkt es oft so, als würden die Modelle einfach nur schnell hin- und herfliegen. Tatsächlich steckt dahinter enorme Präzision: Die Piloten fliegen einen unsichtbaren Kurs, treffen virtuelle Wendepunkte auf wenige Meter genau und nutzen jede Böe optimal aus. Genau diese Kombination aus Geschwindigkeit, Taktik und Präzision macht GPS-Triangle zu einer der anspruchsvollsten Disziplinen im Modellsegelflug.
Das erklärt auch, warum bei den Weltmeisterschaften in Oschatz die Leistungen der internationalen Piloten so beeindruckend waren: Sie steuerten ihre bis zu sieben Meter spannenden Segelflugmodelle mit erstaunlicher Präzision und Tempo über den virtuellen Dreieckskurs.
